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Vorbericht Volleyball TSC Münster-Gievenbeck II - SSV Hamm
Am Samstag um 18.00 Uhr treffen die Volleyballer des SSV Hamm in Münster auf den direkten und punktgleichen Tabellennachbarn TSC Münster-Gievenbeck II. Mit jeweils 10-10 Punkten trennen den Tabellenfünften SSV Hamm dabei gerade einmal nur drei weniger gewonnene Sätze vom Tabellenvierten, der Reserve des aktuellen Spitzenreiters in der Regionalliga. Für die heimischen Volleyballer stellt die Ausgangsposition an diesem Spieltag die beste Platzierung seit dem Aufstieg vor drei Jahren dar, aber auch die Aufsteiger vom TSC Münster dürften mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden sein. Nach einem etwas holprigen Start mit Niederlagen gegen Wolbeck (2-3) und den SSV Hamm (1-3) arbeitete sich das Perspektivteam des TSC Schritt für Schritt in der Tabelle nach oben vor. Lediglich gegen die drei Spitzenmannschaften Hörde, Marl und Bielefeld konnte der TSC Münster II im weiteren Saisonverlauf (noch) nicht punkten, aber gegen Gütersloh, BW Aasee, Iserlohn und Telstar wurden vier sichere Erfolge mit jeweils 3-1 Sätzen eingefahren. Am letzten Wochenende wurde dann auch der TV Wolbeck mit 3-0 regelrecht auseinander genommen, und das junge Münsteraner Team machte damit nicht nur die Niederlage der Hinrunde wett, sondern demonstrierte eindrucksvoll, dass man sich unter Trainer Nils Kaufmann hervorragend weiterentwickelt hat. Dieser übernahm zum Jahreswechsel nun auch die Verantwortung für die erste Herrenmannschaft, und das gesamte Konzept des TSC Münster-Gievenbeck, gestützt auf ein angegliedertes Volleyballinternat, greift derzeit perfekt – der TSC ist die absolut erste Adresse für leistungsorientierten Herrenvolleyball in Münster und Umgebung. Bei derart guten Vorraussetzungen und Möglichkeiten kann der SSV Hamm natürlich nicht wirklich mithalten, aber die grundsätzliche Entwicklung ist durchaus ein wenig vergleichbar. Durch die Integration der männlichen Jugend des TuS Hamm vor der Saison wurden die Weichen für das aktuell gute Abschneiden gestellt, und unter Anderem hat gerade das kooperative und rein sportlich orientierte Verhalten des langjährigen „Volleyballkonkurrenten“ die neuen Möglichkeiten des SSV Hamm mit eingeleitet. Somit ist auch der SSV Hamm in seinem heimischen Umfeld die erste Adresse in Sachen Herrenvolleyball, und auch die zweite Mannschaft des SSV Hamm schickt sich gerade an, den Aufstieg in die Bezirksliga in die Tat umzusetzen. Die neu formierte Oberligamannschaft des SSV legte ebenfalls einen etwas holprigen Start hin, bekam dann bei 4-10 Punkten mit drei aufeinanderfolgenden Siegen perfekt die Kurve, und stellt damit sogar ein wenig die Mannschaft der Stunde in der Oberliga dar, sieht man einmal von den beiden unangefochtenen Teams von Hörde und Marl ab, die sich derzeit wohl nur selber schlagen können. Selbst die Erfolge der letzten Wochen sind regelrecht deckungsgleich mit der Bilanz des TSC Münster II, auch der SSV Hamm fuhr die Punkte gegen Gütersloh, BW Aasee, Bochum und Wolbeck ein. Somit treffen sich am Wochenende zwei Mannschaft auf absoluter Augenhöhe, ein wirklicher Favorit ist da im Vorfeld wahrlich nicht auszumachen. Allerdings haben die Südener zuletzt beim 3-0 gegen Gütersloh nicht nur ein Spiel gewonnen, sondern auch sehr viel Selbstbewusstsein aus der Partie gezogen. Insbesondere die Aufschlag- und Annahmeleistung verdeutlichte, dass die Mannschaft sich in den grundlegenden Standards stark verbessert hat. Die Aggressivität im Block und der Kampfgeist in der Feldabwehr sind ebenfalls deutlich ausgeprägter als noch vor sechs Wochen, und so können die Südener sich immer mehr auf ihre eigenen Möglichkeiten verlassen, ohne dabei aber den Blick auf die Spielweise des Gegners aus den Augen zu verlieren. Der TSC profitiert in erster Linie von seinen großen Akteuren, die insbesondere auf den Außenpositionen nur schwer mit dem eigenen Blockspiel zu kontrollieren sind. Der SSV muss daher mit druckvollen Aufschlägen das Spiel bestimmen, und so gleich den gegnerischen Angriffsaufbau erschweren. Gleichzeitig ist in den eigenen Reihen ein ruhiger Aufbau gefordert, aus dem heraus die Mittelangreifer eine permanente Bedrohung für den Gegner darstellen, und damit dessen Mittelblock binden. Im Hinspiel gab die fehlende Erfahrung der TSC-Reserve im Mittelblock noch den Ausschlag für den 3-1 Erfolg, doch dies dürfte nun nicht mehr so einfach werden für den SSV. Mit Tim Gossen und Jan Bernardy spielen aber auch zwei Außenangreifer des SSV Hamm seit Wochen in bestechender Form, und somit verfügen die Südener über gute Alternativen auf dem Weg zum Erfolg. Dieser würde den alleinigen vierten Tabellenplatz nach sich ziehen, und nahezu gleichbedeutend sein mit dem Erreichen des direkten Klassenerhaltes, bereits am elften Spieltag der Saison - für den SSV Ausdruck einer insgesamt tollen Entwicklung.









