19.01.12

Vorbericht Volleyball SSV Hamm – Gütersloher TV

Zum Auftakt der Rückrunde empfängt der SSV Hamm am Samstag in der Carl-Diem-Sporthalle um 20.00 Uhr den Gütersloher TV, der punktgleich mit den Südenern bei 8-10 Punkten den siebten Tabellenplatz in der Volleyball Oberliga belegt, während die Südener mit einem um drei Sätze besseren Satzverhältnis seit einer Woche den fünften Tabellenplatz innehaben. Die derzeit gute Platzierung sicherte sich der SSV dabei zuletzt durch zwei aufeinanderfolgende Siege gegen den TV Wolbeck (3-1) und Blau Weiß Aasee (3-0), so dass die Mannschaft im Spiel gegen Gütersloh nun die Chance hat, sich deutlich von der Abstiegszone abzusetzen. Doch die anstehende Aufgabe wird alles andere als ein Selbstläufer, dass verdeutlicht nicht nur die 1-3 Niederlage gegen Gütersloh in der Hinrunde. Die Mannschaft aus der ostwestfälischen Nachbarschaft begleitet den SSV Hamm bereits seit vielen Jahren durch die Verbands- und Oberligen, einen Seriensieger gab es dabei nie, der Erfolg wechselte sich regelmäßig ab. In den letzten drei Jahren wurden beide Teams deutlich verjüngt, der Gütersloher TV musste dabei einen Abstieg aus der Oberliga hinnehmen, um mit verändertem Kader gleich darauf den Wiederaufstieg zu schaffen. Mit etwas Glück und Geschick konnte der SSV diesen Umweg gerade noch verhindern, ein 3-1 Erfolg in der Relegationsrunde gegen die bereits aufgestiegenen Gütersloher gab den Ausschlag in der Endabrechnung, und sicherte vor dieser Saison gerade noch den Klassenerhalt. Die guten Leistungen der letzten Wochen bestätigen nun auch eindeutig, dass der SSV zu Recht in der Oberliga spielt, und am Wochenende können sich die Zuschauer auf eine packende Partie freuen. Während in früheren Jahren zumeist die Erfahrung der älteren Akteure beider Mannschaften das Bild auf dem Spielfeld prägte, und Geschwindigkeit und Dynamik nicht unbedingt absolute Priorität hatten, gelten inzwischen andere Maßstäbe für beide Teams. Beide setzen auf druckvolle Sprungaufschläge, und auch die Einbindung des Hinterfeldangriffes wird beiderseits forciert. In der Blockarbeit sind leichte Vorteile des Gütersloher TV auszumachen, die Mannschaft von Trainer Michael Baumeister verfügt wohl über eine der besten Blockorganisationen in der Oberliga. Dafür ist der Angriffsaufbau eher leichter zu durchschauen, die Verteilung der Angriffe erfolgt schwerpunktmäßig immer wieder über die zwei Hauptangreifer, alternative Positionen werden weniger angespielt. Genau an dieser Stelle wollen die Südener am Samstag ansetzen, wenn sie mit druckvollem Aufschlagspiel die Annahme des Gegners zum wanken bringen wollen. Gelingt dies, so zwingt man den gegnerischen Zuspieler Fabian Spielberg – der Vater Detlef Spielberg war bis in die 90-er Jahre lange für den Tus Hamm aktiv – zu einer frühen und einseitigen Entscheidung hinsichtlich der Angriffsverteilung, da einige Alternativen nicht mehr bedient werden können. Dann gilt es den eigenen Block frühzeitig gut zu postieren, um den Druck auf den verbleibenden Gütersloher Angreifer zu erhöhen. In den letzten beiden Begegnungen hat es in Sachen Blockerfolg beim SSV regelrecht „klick“ gemacht, die Mischung aus guter Vorbereitung durch einen druckvollen Aufschlag und daraus resultierender frühzeitiger Blockbildung zeigte deutliche Wirkung bei den Gegnern. Darüber hinaus spielen die Südener im Aufbaubereich von Woche zu Woche sicherer, selbst die Winterpause führte zu keinem Bruch. Einige leichte Wackler im Spiel gegen BW Aasee blieben ohne Konsequenzen, und die Südener haben den schwierigen Start nach maximal nur drei Trainingseinheiten für jeden Spieler gut gemeistert. Auch die Entschlossenheit der Mannschaft stimmt derzeit in jeder Phase einer Begegnung, auch einzelne Ball- und Satzerfolge strebt das Team konzentriert an. Gegen die Spitzenteams Hörde, Marl und Bielefeld konnte Gütersloh so zum Beispiel nur beim 2-3 gegen Bielefeld Satzerfolge verbuchen. Dem SSV gelang in allen drei Partien ein Satzerfolg und gegen den Tabellenführer aus Hörde stand man dicht vor einer kleinen Sensation, während Gütersloh mit 49-75 Bällen regelrecht unterging. Spielertrainer Magnus Schroer macht demzufolge einige kleine Vorteile für sein Team aus, doch Gütersloh hat wiederum die Pflichtaufgaben allesamt konzentriert absolviert und die notwendigen Siege gegen Iserlohn, Bochum, Wolbeck und den SSV Hamm selbst eingefahren. Die Südener müssen also engagierter und druckvoller spielen, als es der Gütersloher TV vertragen kann, dass ist für Magnus Schroer der Schlüssel zum Erfolg. „In einem regelrechten 4-Punkte Spiel wie gegen Gütersloh die Leistung aus der Auseinandersetzung mit Hörde abzurufen, das bringt uns endgültig auf ein höheres Niveau. Sind wir nur Außenseiter, dann funktionieren wir schon sehr druckvoll und engagiert. Nun soll dieser Knoten auch gegen den direkten Konkurrenten durchschlagen werden“.